San Andres - Vera's Fotos

Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü:

San Andres


San Andres ist eine 52 km² große Insel in der Karibik, die zu Kolumbien gehört und ca. 200 km vor der Ostküste Nicaraguas liegt. Die Insel zählt etwa 70.000 Einwohner und hat angenehme Jahrestemperaturen zwischen 25°C und 30°C. Der Blick auf die vorgelagerte Insel Johnny Cay, die auf den Fotos zu sehen ist, war mein erster Eindruck beim Verlassen des Flugzeugs, zusammen mit dem typischen salzigen Geruch des Meeres - der Urlaub hat begonnen!

Die großzügige Anlage des Hotels Decameron El Isleño verfügt über mehrere Poolabschnitte, die ineinander übergehen, sowie über eine schöne Gartengestaltung mit vielen unterschiedlichen Palmen. Die Angestellten sind alle sehr freundlich und hilfsbereit. Das All-Inclusive-Angebot läßt keine Wünsche mehr offen...

Der Bus für die Sightseeing-Tour rund um die Insel war eine Attraktion! Die Karosserie war zur Gänze aus bunt bemaltem Holz mit acht gepolsterten Bankreihen, wobei diese nur an der rechten Seite offen waren, man also aus- und wieder einsteigen mußte, wollte man den Sitz wechseln. Das Aus- und Einsteigen war eine regelrechte Kletterpartie, zum Glück hatte der Buschaffeur eine kleine Trittleiter mit, mit der er für ältere Passagiere von Bankreihe zu Bankreihe lief - er kam dabei natürlich ins Schwitzen! Beim Losfahren hat der Holzaufbau des Busses in allen Tonlagen geächzt und geknarrt und beim "Erklimmen" der Anhöhe der Insel (sagenhafte knappe 100 mt) rechnete ich jeden Moment damit, daß alle Passagiere aussteigen und den Bus schieben sollten...

Der erste Stopp der Tour war die erste baptistische Kirche der Insel, die 1844 zur Gänze aus Holz errichtet wurde und noch heute im Original-Zustand ist. Hier finden zweimal wöchentlich Messen statt...

Captain Henry Morgan war ein walisischer Freibeuter, der im 17. Jhd. die karibische See unsicher machte. Nach den Überlieferungen der Inselbewohner soll er mit 53 Jahren an Syphilis gestorben sein und etliche Frauen sowie unzählige Kinder hinterlassen haben. Eine weitere Hinterlassenschaft ist die Rumsorte "Captain Morgan". Die von ihm als Stützpunkt benutzte Höhle auf San Andres wurde zum Museum umgewandelt und es wird behauptet, daß vor der Küste noch immer ein Schatz versunken liegt...

Die Sehenswürdigkeit "Hoyo Soplador" liegt ganz am Südende der Insel, wo raue Bedingungen herrschen. Hier sind im Laufe der Zeit mehrere Korallenriffe zusammengewachsen, wobei ein kurzer unterirdischer Tunnel entstand, der in einem Loch an der Oberfläche mündet. Herrschen nun starker Wind und Wellengang wird das Meerwasser durch das Loch "herausgeblasen", daher der spanische Name "Soplador". Leider war das Meer an dem Tag zu ruhig, als ich dort war...

Die Brotfrucht ist auf San Andres sehr stark vertreten; unreif wird sie gekocht und als Gemüse verzehrt, vollreife Früchte sind auch ungekocht eßbar. Das Fruchtfleisch wird aber hauptsächlich getrocknet, gemahlen und als Mehl verwendet.

Unterwegs habe ich auch die weiße Blüte entdeckt, konnte die Pflanze aber bislang nicht klassifizieren...
Die Insulaner lieben alles Farbenfrohe - das spiegelt sich auch in ihren Häusern wieder. Auch die Kioske, an denen Getränke und Kokosnüsse gekauft werden können, werden bunt bemalt.
Die Bronzestatue stellt einen Barracuda dar, der Tränen in den Augen hat. Laut Überlieferung hatte der ehemalige Bürgermeister und Gouverneur Simon Gonzalez Restrepo bei einem Tauchgang eine Begegnung mit einem Barracuda. Als er zur Verteidigung seine Harpune schußfertig machte, soll der Raubfisch geweint und Simon aus Mitleid die Harpune gesenkt haben - und von da an eine Freundschaft geschlossen worden sein...

Für Erfrischungen ist wirklich an "jeder Ecke" gesorgt, ob wie hier eine Bar auf einem Badesteg, oder Leute, die mit einer Kühlbox auf der Schulter den Strand entlang gehen. Von diesem Badesteg aus hatte man einen guten Blick ins glasklare Wasser, in dem sich kleine Fische tummelten...

Auf dem Meer ist den ganzen Tag Bewegung, einheimische Fischer mit ihren kleinen Kähnen, und Touristen, die mit Jetbooten oder als Kitesurfer ihre Bahnen ziehen...

Ein Ausflug mit einem Glasbodenboot stand selbstverständlich auch auf meinem Programm. Es war faszinierend, die Unterwasserwelt zu beobachten - als Taucher hätte man da natürlich viel mehr Möglichkeiten. Durch die starken Kontraste vom reinen Korallensand zu den verschiedenartigen Korallen werden auch die verschiedenen Färbungen des Meeres erklärt. Zum Vergnügen aller sprang anschließend ein Taucher mit einer Handvoll Fischfutter ins Wasser, was die Fische magisch anzog...

Palmen wachsen auf San Andres wie Unkraut, allen voran die Kokospalme...

Sonnenaufgänge haben für mich immer etwas spektakuläres und jeden Morgen präsentieren sie sich auf eine andere Art. Der Abschied von dieser Insel ist mir schwer gefallen!
 
Copyright 2015. All rights reserved.
Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü